Kindliche Schädelhirntraumata und Wirbelsäulenverletzungen2019-07-18T08:19:42+01:00
Sportverletzungen bei Kindern mit Schädelhirntraumen und Wirbelsäulenverletzungen – Traumazentrum: Universitätsklinikum Ulm
Sportverletzungen bei Kindern mit Schädelhirntraumen und Wirbelsäulenverletzungen – Traumazentrum: Universitätsklinikum Ulm

Kindliche Schädelhirn- traumata und Wirbelsäulen- verletzungen

Kindliche Schädelhirntraumata und Wirbelsäulenverletzungen

Ausgangslage

Kinder sind aufgrund ihrer Körperproportionen und –größe sowie ihrer mangelnden Erfahrungen mit Gefahrensituationen besonders anfällig für Verletzungen. Während im Kleinkindalter vor allem Stürze vorkommen sind es im Jugendalter meist Zweiradunfälle oder Sportverletzungen. Das sich noch entwickelnde Gehirn und Rückenmark ist in den ersten Lebensjahren besonders vulnerabel und die negativen Auswirkungen für die weitere motorische und geistige Entwicklung können mitunter ganz erheblich sein. Deshalb ist eine rasche und adäquate Versorgung von Kindern mit Gehirn- und Rückenmarksverletzungen im interdisziplinären Team mit Unfallchirurgen von entscheidender Bedeutung.

Entscheidend für die weitere Therapie und Diagnostik ist die adäquate Einschätzung der Schwere des Traumas durch den erstversorgenden Notarzt und den Traumaleader im Traumazentrum. Sofern eine Bewußtlosigkeit nach dem Unfall bestanden hat sollte immer eine Bilddiagnostik des Kopfes und der Halswirbelsäule erfolgen. Idealerweise sollte dabei auf strahlenbelastende Untersuchungen verzichtet werden sofern es die Akuität des Traumas zulässt. Kurze Magnetresonanz-Sequenzen sind auch bei Kindern unter 5 Jahren in erfahrenen Händen möglich.

Uniklinik Ulm – ein überregionales Traumazentrum

Als überregionales Traumazentrum inklusive Hubschrauberlandeplatz ist das Universitätsklinikum Ulm durch die permanente Präsenz von kindererfahrenen Neurochirurgen, Anästhesisten, Traumatologen und Intensivmedizinern für die komplexe Versorgung von kindlichen Traumata ausgerichtet. Ziel unserer medizinischen Bemühungen ist es, sekundäre Traumafolgen zu vermeiden bzw. zu minimieren. Hierzu zählen z. B. Durchblutungsstörungen von Gehirn und Rückenmark durch einen kritischen Blutdruckabfall, Sauerstoffmangel oder Volumenverluste, schädigende Einflüsse durch Infektionen und Fieber, sowie eine übermäßige Schwellungsreaktion des Nervengewebes oder sekundäre Einblutungen.

Vor diesem Hintergrund wird deutlich, wie wichtig die Prävention des primären Traumas durch entsprechende Aufklärung ist. So haben z. B. das Tragen eines Helms oder der passende Kindersitz für das Auto in den vergangenen Jahren dazu beigetragen, schwere kindliche Kopf- und Wirbelsäulenverletzungen zu vermeiden.

Besuchen Sie hierzu die Website „Prävention von Kinderunfällen“ der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Zur Webseite “Prävention von Kinderunfällen”

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