Traumabox2019-03-11T08:51:16+00:00

Ulmer Trauma-Box

Mit dem Projekt „Ulmer Trauma-Box“ wird eine großangelegte und bundesweite Aufklärungs- und Informationskampagne gestartet, die Menschen über Unfalltraumata informieren und bei der Ersthilfe unterstützen soll.

Die Traumastiftung kooperiert dabei mit der IVF Hartmann AG, einem Schweizer Tochterunternehmen der Paul Hartmann AG Heidenheim bei der Entwicklung des Tourniquets, der Teil des Projekts „Ulmer Trauma-Box“ ist. Es geht um einen für jedermann handbaren medizinischen Koffer, der das Abbinden lebensbedrohlicher Blutungen ermöglicht.

Schauen Sie sich den Flyer zur Ulmer Trauma-Box an:

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Zur schnellen Ersthilfe hat die IVF HARTMANN AG zusammen mit Experten der Deutschen Traumastiftung die „Ulmer Trauma-Box“ entwickelt. Diese enthält medizinische Produkte, um eine Blutung solange zu stillen, bis medizinisches Fachpersonal eintrifft, und kann sowohl durch Laien wie auch Fachkräfte angewendet werden.

Egal ob Fachkraft oder Laie, im Ernstfall kann jede/-r zum Lebensretter werden. Mit der Ulmer Trauma-Box kann in Notfallsituationen jede/-r schnelle, einfache und effektive Ersthilfe leisten. Die Produkte können mithilfe der beiliegenden Anleitung durch jede/-n schnell und einfach angewendet werden. Damit im Notfall effektive Ersthilfe geleistet werden kann.

Logo der Firma Hartmann

Leben retten – Blutung stoppen!

Weltweit sterben mehr Menschen durch Unfälle und ihre Folgen (5,8 Millionen) als aufgrund von Krankheiten wie Malaria, Tuberkulose und HIV. Eine der häufigsten Ursachen ist das eigentlich vermeidbare Verbluten. Große offene Wunden können schon nach Sekunden zum Tod durch Verbluten führen. Eine Versorgung von Verletzten, die einfach und von jedem anwendbar ist, kann in entscheidenden Minuten Leben retten.

Produktinformationen

Detailansicht des Trauma-Box-Beutels mit Anleitung zur Benutzung des Inhalts.

Ulmer Trauma-Box-Beutel

In diesem sind Tourniquet, Druckverband und Untersuchungshandschuhe praktisch verpackt. Dank der anschaulichen Anleitung können auch Laien schnelle Ersthilfe leisten. Der Trauma-Box-Beutel kann überall mitgeführt oder im Spender fest platziert werden.

Der Trauma-Box-Spender, Darstellung der Montage und Funktion

Ulmer Trauma-Box-Spender

Mit dem praktischen Spender kann der Trauma-Box-Beutel an Orten mit hohem Menschenaufkommen gut sichtbar platziert und öffentlich zugänglich gemacht werden. Damit im Notfall Mitarbeiter, Kunden oder Passanten schnell und jederzeit Ersthilfe leisten können. Der Spender ist wetter- und vandalengeschützt, gut sichtbar und im Notfall einfach zu öffnen.

Schauen Sie sich den Flyer zur Ulmer Trauma-Box an:

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Die Traumabox beinhaltet Utensilien zur Ersthilfe, unter anderem Untersuchungshandschuhe

Untersuchungs-
handschuhe

Zum Schutz von Anwender und Opfer

Die Traumabox beinhaltet Utensilien zur Ersthilfe, unter anderem ein Tourniquet

Tourniquet

Bewährtes Tourniquet zum Abbinden von stark blutenden Wunden und abgetrennten Gliedmassen.

Die Traumabox beinhaltet Utensilien zur Ersthilfe, unter anderem einen Druckverband

Druckverband

Zum Verbinden von stark blutenden Wunden. Mit saugfähiger Wundauflage und Druckapplikator, speziell entwickelt für die Schweizer Armee.

Verwendung

Ulmer Trauma-Box-Beutel: Rettungskräfte und Notärzte können den Beutel im Einsatzfahrzeug mitführen oder bei sich mitführen.

Ulmer Trauma-Box-Spender: Der Spender kann in Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen an Orten mit hohem Menschenaufkommen (Bahnhöfe, Flughäfen, Shopping-Center etc.) gut sichtbar platziert werden.

Univ. Prof. Dr. med. Florian Gebhard, Vizepräsident der Deutschen Traumastiftung

„Verbluten ist bei vielen Unfällen die Todesursache Nummer eins. Die sofortige Verfügbarkeit eines einfachen Sets zur Stillung einer schweren Blutung bedeutet für jeden einzelnen Betroffenen überleben. Die flächendeckende Verfügbarkeit der Ulmer Trauma-Box bedeutet, jederzeit und überall Schwerverletzten zu helfen.“

Univ. Prof. Dr. med. Florian Gebhard, 1.Vizepräsident der Deutschen Traumastiftung

Prof. Dr. Matthias Helm, OTA, Mitglied des Präsidiums der Deutschen Traumastiftung

„Das Verbluten ist eine häufige Todesursache bei Verletzungen. Maßnahmen zur Blutstillung haben deshalb eine hohe Priorität. Mit der Ulmer Trauma-Box kann auch der medizinische Laie rasch und effektiv ein Verbluten verhindern.“

Prof. Dr. Matthias Helm, OTA, Mitglied des Präsidiums der Deutschen Traumastiftung

Blutstillung mit der Ulmer Trauma-Box

Starke unkontrollierte Blutungen sind eine wesentliche Ursache für schwere Schäden oder gar Tod infolge von Unfällen und sollen deshalb unmittelbar durch Ersthelfer kontrolliert werden, bevor der Rettungsdienst beim Patienten eintrifft.

Deshalb sollen Ersthelfer nicht nur in den Maßnahmen der Herz-Lungen-Wiederbelebung, sondern auch in geeigneten Techniken zur Blutstillung geschult werden. Seit vielen Jahren propagieren wir an dieser Stelle den Einsatz von Tourniquets und modernen Verbänden, die in militärischen Einsätzen zur persönlichen Ausstattung der Soldaten gehören und inzwischen auch vom professionellen Rettungsdienst vorgehalten werden. Damit zivilen Ersthelfern in Fällen starker Blutungen auch die geeigneten Materialien zur Blutungskontrolle zur Verfügung stehen, hat die Deutsche Traumastiftung nun gemeinsam mit Oberbürgermeister Gunter Czisch im Ulmer Rathaus die Ulmer Trauma-Box vorgestellt.

Die auf Betreiben der Deutschen Traumastiftung unter fachlicher Leitung von Prof. Matthias Helm (BwK Ulm) und Prof. Florian Gebhard (Uni Ulm) entwickelte und von der Fa. Hartmann AG produzierte Ulmer Trauma-Box ist als Spender konzipiert und enthält einen verschweißten Beutel mit einem elastischen Notverband, einem Tourniquet und einem Paar Einmal-Handschuhen. Schematische Zeichnungen auf der Verpackung erläutern die richtige Anwendung der bereitgestellten Materialien.

Laut Prof. Thomas Wirth, Dekan der Medizinischen Fakultät der Universität Ulm und Präsident der Deutschen Traumastiftung  könnte die Ulmer Trauma-Box zukünftig in Bahnhöfen, Flughäfen, an öffentlichen Plätzen, in Einkaufszentren und in Unternehmen bereitgestellt werden. OB Czisch erklärt, dass die Stadt Ulm zu den ersten Kunden gehören wird: „Wir werden alle Busse der SWU damit ausrüsten.“

Beitrag von Traumateam.de